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Zwangserkrankungen

Zwangserkrankungen zeichnen sich dadurch aus, dass der betroffene Mensch bestimmte Handlungen oder Gedanken immer wieder ausführen bzw. gedanklich vollziehen muss. Dahinter steht oftmals die Vermeidung von Gefühlen, in erster Linie das Vermeiden von Angst. Es kommt zu einer massiven Beeinträchtigung des privaten und beruflichen Lebens. Die häufigsten Zwangshandlungen sind Wasch-, Kontroll, Zähl-, Sammel- und Ordnungszwänge. Häufig treten auch Zwangsgedanken, wie krankhaftes Zweifeln, Zwangsbefürchtungen, Zwangsvorstellungen und Zwangsimpulse auf.

Durch einen stationären Aufenthalt verlässt der Betroffene sein belastendes Umfeld, welches meist mit den individuellen Zwängen eng verknüpft ist. Dadurch kommt es zu einer Distanzierung von den Alltagsbedingungen und einer ersten Entlastung und Reflektionsmöglichkeit. Mittels störungsspezifischer Therapieansätze, wie Verhaltenstherapie kombiniert mit emotionsfokussierenden und körperorientierten Verfahren können neue korrigierende Schritte der Genesung gegangen werden. Den mit den Zwängen verbundenen Ängsten und Kontrollbedürfnissen werden Erfahrungen des Loslassens und sich angstfrei Anzuvertrauen entgegen gestellt.

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